bischt net ganz sauber

Negationen in Affirmationen ....

Noch ein Wort zu den beliebten Wörtchen "nicht, kein, nie" und "vielleicht". Dein Gehirn arbeitet mit positiver Logik. Es selbst kennt nur Daten, die miteinander verbunden werden. Es kennt keine Bedeutungen, aber es kann in ungeheurer Geschwindigkeit alle Verbindungen mit ihrer Gewichtung und Relevanz aufspüren. Wir erleben das als Denken und leiten daraus ab, dass wir ein Bewusstsein haben. Schwieriger wird´s zwar bei den Gefühlen, Ahnungen und Intuitionen, aber im Grunde sind das alles Kategorien von "Bewusstsein". Die Verbindung zwischen den elektrochemischen Energie-Datenströmen im Gehirn und dem Bewusstsein beruhen auf Resonanz. Das Bewusstsein des Tamagotchis ist also ein Resonanzphänomen, das in der Regel auf der Aktivität des Gehirns beruht. Resonanz ist die Wirkung von Schwingungen auf andere Schwingungen oder auf Energie (auch in Form von Materie).

Nun ist es so, dass bei der Informationsspeicherung im Gehirn, die Daten mit einem oder mehreren Attributen versehen werden. Ein Attribut zB. verursacht eine logische Verneinung. So wird gespeichert: "Finger in die Kerzenflamme halten" + Attribut: NICHT. Das bedeutet "positive" Logik. Die Negationen in einer Aussage werden nicht gespeichert, aber eine Markierung an den Daten gibt an, welche Bedeutung sie haben und was damit zu tun ist. Wir vergessen diese Attribute im Laufe der Zeit, aber wir wissen, dass es weh tut den Finger in eine Flamme zu halten. Die Attribute bilden die Kontextinformationen eines Schlüsselbegriffs. Es gibt unbegrenzt viele Attribute, denn das Gehirn arbeitet nicht mit Boolscher Algebra. Was passiert nun bei einer Affirmation mit einer Verneinung? zB. "Ich bin nicht krank". Die Speicherung ist: "Ich bin nicht krank" mit Attribut: NICHT. Die logische Auswertung dieser Information sagt: "Ich bin nicht nicht krank" - es ist eine doppelte Verneinung entstanden und dem System bleibt nichts anderes übrig, als Krankheit hervorzubringen. Nochmal: "Ich habe genug Geld" - ist wohl einer der verbreitetsten Affirmationen. Da wir das oft genug als unwahr erlebt haben, ist hier sicher ein "Nicht" Attribut dran und es wird: "Ich habe nicht genug Geld" ausgeführt. Die Folge kennen wir alle und leben danach.

Letztlich noch das "Vielleicht". Es ist die Unentschiedenheit in Person. Mit diesem Begriff spielst du Roulette gerade/ungerade und überlässt die Entscheidung anderen Faktoren. "Vielleicht bekomme ich ja den Job bei XYZ, aber vielleicht auch den bei ABC oder vielleicht gehe ich auch ganz nach Neuseeland". Ergebnis: Nichts davon wird Realität, weil andere eindeutig bewertete Faktoren diesen Schmus einfach übertönen. Das Vielleicht entspricht der Null. Es liegen viele Potentiale in ihr, aber welche sich realisieren wird von anderen Faktoren bestimmt. Noch Fragen?

Bewertungen unserer Aussagen und Erfahrungen erfolgen unwillkürlich. Wir müssen Denkarbeit aufwenden, damit diese Bewertungen geändert werden. Das nennen wir "Es uns bewusst machen." Dabei ist unser aller Leben kein weißes Blatt Papier. Es ist bereits vollgekritzelt und mit Graffiti übersät, die uns in jedem Augenblick manipuliert. Damit also Affirmationen richtig effektiv angewendet werden können, muss zuerst das Lebensblatt wieder gesäubert werden. Das aber bedeutet nichts anderes, dass wir unsere angelernten Überzeugungen und Ansichten meistens komplett aufgeben müssen und neu lernen. Nun sind wir Gott sei Dank ein unbegrenztes Wesen und wir können unsere Glaubenssätze einen nach dem anderen aufgeben. Manchmal sieht es dann so aus als ob unser Leben in Schutt und Asche zerfällt, aber das sind nur die Korrekturen, die sich in der Realität zeigen. Ich denke es ist jedem klar, dass ein altes Haus zuerst abgerissen werden muss, bevor ein neues Haus an der gleichen Stelle aufgebaut werden kann. Das alte Haus ist dein  angelerntes Wissen, deine Erfahrung und die darauf aufbauenden Beweise. Das neue Haus existiert in dir als mentaler Plan, als Architekturzeichnung und drängt in die Realisierung. Dein Werkzeug dafür ist die Affirmation und das Lossagen von alten Überzeugungen. Dann gelingt es! Die Kraft, die du zur Verwendung des Werkzeugs brauchst, fließt dir aus der frei werdenden Energie der losgelassenen Überzeugungen ganz von allein zu. Es sind deine Gefühle. Sie sind die "Energie" mit der dein mentaler Plan in deine Realität geprägt wird. Als grobe Daumenregel kannst du annehmen, dass positive Gefühle auch positive Dinge verwirklicht und negative eben negative Dinge. Was jedoch positiv/negativ ist, bestimmen allein die Attribute der Daten in deinem neuronalen Netz. Lass dich also nicht verunsichern, wenn du von deinen Kritikern "Gehirnwäsche" vorgeworfen bekommst. Sie haben in gewissem Sinne Recht: Du wäschst dein Gehirn und bist danach sauberer als sie. Nicht umsonst schimpfen die Schwaben: "... bischt net ganz sauber, gelle!"

alles liebe

Joan