Weltbild

Ein neues Weltbild erfüllt die Menschen immer mit flammenden Visionen und neuen Ideen.

Das war schon zu Kopernikus’s Zeiten so, in der französischen Revolution, bei der Entdeckung Amerikas und dem Aufkommen des Internets. Wir leben in besonderen Zeiten und haben die Chance auf einmalige Erlebnisse. Bekannte moderne Lehrer wie E.Tolle, J.Dispenza, N.D.Walsh oder Gregg Braden verbreiten diese neuen Paradigmen, erklären ihre Auswirkungen und beschreiben wie man sie nutzen könnte. Der Einfluss dieser neuen Informationen wächst immer weiter und hat bereits die etablierten Wissenschaften erreicht.

Doch meistens folgt der Ekstase eine Zeit des Brummschädels, der Ernüchterung. Die zunächst so vielversprechenden Theorien entwickeln immer mehr kollaterale Auswirkungen und werden mehr und mehr unhandlich. Der rationale Mind, der sich im Besitz der „Weltformel“ und der „Lösung für alles“ wähnt, wird konfrontiert mit der ungebärdeten Erde, der Schwere der Materie und den Auswirkungen von "Zeit". Der menschliche Verstand muss einsehen, dass er nicht in der Lage ist, die Komplexität des persönlichen Lebens zu kontrollieren, will er sich nicht selbst von dieser Erde ausradieren. Er kann sich nicht an die vermeintlich wissenschaftlichen Errungenschaften der „Quantenphysik“ halten, auch wenn ihm das noch so plausible erscheint. 

Schließlich sind auch Bio- und Neurologie, Quantenphysik, Holomatritzen, Multiversen etc. seine eigenen Gedankenkonstruktionen. Konstruktionen und Glaubensysteme eines sich selbst nicht mehr bewussten Wesens, das sich in den Wirren seines eigenen Denkens verstrickt und verirrt hat. 

So lieb und teuer die jetzt hilfreichen neuen Ideen auch sein mögen, sie dienen uns nicht wieder zu unserem wirklichen Wesen aufzuwachen. Sie machen dem rationalen Mind nur verständlich wie sehr er sich in der Natur des Menschen, der Welt und des von ihm wahrgenommenen Universums geirrt hat. Früher oder später müssen alle Ideen der analytischen Wissenschaft und ihre Regeln zugunsten einer auf Liebe basierenden „Herzensintelligenz“ wieder vergessen werden. Selbstverständlich wird es jenen leichter fallen, die auf den neuen Paradigmen basierende Gedanken zu Ende denken und die sich von der illusionären Idee eines persönlichen Bewusstseins befreien konnten. Schwerer wird es für jene, die weiter der fixen Idee anhaften, dass sie von einer "gottgeschaffenen" Aussenwelt umgeben sind und darin leben. 

Anzuerkennen, was jetzt im Moment tatsächlich ist, ist der Schlüssel um das Tor zum eigenen Wesen aufzuschließen. Nicht Wissenschaft, nicht Manifestation, keine Medizin oder Heilung, kein Gedanke, kein Gefühl und auch keine spirituelle Erleuchtung führen in den Wesenskern. Einzig das Einlassen auf die Liebe des einen Herzens, das in uns allen schlägt.

Wenn du dich mit diesem Ansatz anfreunden kannst, ihn zu deiner eigenen Lebensmaxime machen kannst, dann hast du einen Hauch vom Ewigen erhascht. Stell dir vor: Es gibt nur einen Wesenskern, nur ein Leben, nur eine Liebe. Um diese Wirklichkeit im Ganzen zu verstehen muss die Ansicht der eigenen Individualität aufgegeben werden. Diese wesenhafte Wirklichkeit kann nur erfahren werden, wenn das Individuum bereit ist, sich vorbehaltlos für sie zu öffnen und sich hinzugeben. Die persönliche Welt hinzugeben, die eigene Person hinzugeben und sich erkennen zu lassen. 

Nicht "ich" als individuelles Wesen erkennt die Wirklichkeit der Welt, sondern die Welt erkennt sich in der individuellen Person; in der personalen Manifestation, die "ich" symbolisiere. Verstehen ist nicht das Aneignen einer objektiven Wahrheit durch ein Subjekt, sondern es ist die Selbsterkenntnis des transpersonalen Bewusstseins. Wirkliches, (wirkendes) Verstehen, setzt deshalb die Aufgabe (Loslassen) der "ich" Individualität voraus. Alle spirituellen Lehren dieser Welt, weisen die Menschen dieser Erde auf diese Tatsache hin. Sie können nicht mehr tun, denn der Mensch vollzieht zu seiner Zeit diesen Gang in die eigene Tiefe. Er tut dies, indem er sich mitten in seinem Alltag von der Welt distanziert. Sie loslässt (transzendiert) und sich den inneren Gefilden seines Wesens zuwendet, um auch diese loszulassen. Traditionell nennen wir diese Handlung: Meditation.

Meditation führt uns auf dem direkten Weg in den gegenwärtigen Augenblick.

Als Menschen sind wir der Vollzug einer "göttlichen Gegenwart", die sich im Baum als Baum und im Tier als Tier und im Menschen als Mensch offenbart. Das jedoch können wir nur erkennen, wenn wir hinter unsere ICH-Struktur zu schauen lernen. Gelingt dies, betreten wir den Bereich des Geistes und wir werden dort freiwillig die Schuhe ausziehen. Wir werden die rationalen Eingrenzungen hinter uns lassen und ganz von allein "entrückt" werden. Wir erwachen zur Liebe jenseits aller Worte. Nicht zu einer persönlichen Liebe, sondern zu einer überpersonalen, einer existentiellen Liebe, die alles einschließt. Sowohl uns selbst als auch alle Formen der Welt, das gesamte Wissen, alle Gefühle und Emotionen. Dann erkennen wir in allem das göttliche Wirken und können uns nichts mehr einbilden. Weder auf ein Ich, noch auf ein Selbst noch auf ein übergeordnetes System.

Wir erwachen in eine universale Verbundenheit mit jedem irgendwie erfahr- oder denkbaren Objekt und erkennen die Illusion unserer zeitlichen Existenz. Wir erkennen die selbst geschaffenen Strukturen, in die wir eingebettet und verstrickt sind. Dann endet alles in einem Augenblick, das Bewusstsein tritt zur Seite und wird transparent. Ein größeres Gewahrsein tritt ein und erfüllt uns neu in einer Art Geburt

alles liebe

Joan