Projektionen


 

Oft höre und lese ich, dass so viele Menschen nicht verstehen, dass sie selbst die Ursache ihres Lebens und dessen Umstände sind. Das ist tatsächlich auch meine Erfahrung als Coach und Wegbegleiter.

Doch ist es wirklich so?

Ist es nicht vielmehr so, dass die, die diesen Umstand beweinen, diejenigen sind, die ihn hervorrufen? Durch ihr eigenes Denken. Durch ihre eigene Interpretation dessen, was sie wahrnehmen, bewerten, speichern und wieder anwenden?

Das Licht des Lebens liegt in der Mitte jedes einzelnen Menschen und was er als Realität erlebt ist die Projektion dieses Lichts durch das Dia seines angehäuften Bewusstseins. Es ist schmerzlich mit ansehen zu müssen wie viele Menschen ihre Projektionen für die Wirklichkeit halten. Doch es geht niemanden etwas an.

Es ist schmerzlich anerkennen zu müssen, dass die eigene Projektion diese Mengen an "Unwissenheit" auftürmen und es ist eine Frage des Mitgefühls seine Projektionen darüber zu informieren, wie sie ihre Realität besser steuern können. Es gibt aber keine Verantwortung - nur die Stimme des Herzens, die aus dem Ursprung stammt. Es macht oft Angst zu beobachten wie große Wellen der Unbewusstheit aufschäumen und ganze Nationen in den Untergang reißen. Schmerz, Tod und Leid im Gefolge. Doch es sind immer nur die betroffen, in deren Glaubenssystemen Potentiale vorkommen, die so ein Geschehen möglich werden lassen. Diese Potentiale bestehen aus Angst, Starrheit, Neid und Aggression. Niemals wird jemand in ein Ereignis hineingezogen, der nicht bereits vorher sein "Einverständnis" dazu gegeben hat. Ein Einverständnis wird gegeben, indem man ein Gefühl oder einen Gedanken aufnimmt und  mit "wahr" bewertet. Diese Einfachheit ist höchst virulent.

Die scheinbar unbewusst dahinträumende Menschheit ist in keiner Weise unbewusst. Alles was passiert hat seinen Sinn und seinen Zweck, doch der Tamagotchi Verstand ist viel zu klein geraten um dies zu ergründen. Wie kann er verstehen, welchen Sinn eine Sonnenblume hat oder ein flüchtiges Wolkengebilde am Himmel. Er kann es nicht und trotzdem erwachen wir aus jedem Leben in eine höhere Form der Erkenntnis. Nichts ist umsonst, vertan oder unnütz - und nichts ist besonders, herausragend oder wichtig. Ein sehr bekannter Mann aus dem christlichen Abendland hat, um das begreiflich zu machen, gesagt: "Wenn dich einer auf die linke Backe schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“ (Mt 5,39)

 

alles liebe

Joan

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