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Christusbewusstsein

Christusbewusstseins

 

Ich bin der Weg, das Licht und das L(i)eben

Diese Aussage machte ein, uns allen wohlbekannter Mensch vor 2000 Jahren. Zu dieser Zeit war er erfüllt oder besessen von etwas, das wir heute „Christusbewusstsein“ nennen.  Diese Art der besonderen Besessenheit taucht schon immer in der Menschheitsgeschichte auf. Ob es die Anunnaki, Sumerer, Babylonier oder Ägypter waren oder die großen Philosophen Griechenlands, Indiens und Chinas. Es ist immer das gleiche „Christusbewusstsein“, das zu uns spricht. In einigen Aufzeichnungen aus der Zeit zwischen 1900 und 1955 spricht das Christusbewusstsein durch Murdo MacDonald-Bayne über sein eigenes „Selbstverständnis“, sein eigenes Existenzbewusstsein, und es sagt zu seinen Zuhörern:

 

„Ich bin das Bewusstsein Gottes. Darum werden meine Worte der Träger, durch den Ihr von der in Euch verborgenen großen und herrlichen Wahrheit erfahrt. Das gesprochene Wort ist der Genius Gottes, der durch den sterblichen Sinn die Sprache der Zeit spricht, ihn dadurch jedoch ewig und geistig macht. Es ist der Vater, der in mir spricht. Es ist der Vater, der durch den sterblichen Sinn spricht, indem er diese Worte zu einer ewigen, immer gegenwärtigen Wahrheit macht. ….

Eure schöpferische Kraft ist das Bewusstsein des Christus in Euch, und durch dieses Bewusstsein wird der Christus sich durch Euch offenbaren, um alle Dinge zu erneuern. Lernt, das Licht der Wirklichkeit in alle Zeiten der Begrenzung, des Chaos und der Dunkelheit hineinzutragen, und diese werden verschwinden. Das Bewusstsein des Christus ist die Macht in der ganzen Schöpfung, und je mehr ihr euch ihrer bewusst seid, umso bedeutender wird sie sich in Eurem eigenen Leben offenbaren. ….

 

Diese Aussagen sind doch eindeutig. Sie erklären, dass es nur ein „ICH“ gibt und wir meistens einer Verwechslung unterliegen. Wenn wir Menschen „ich“ sagen, dann meinen wir das kleine individualisierte Selbst, das unseren Namen trägt, unsere Ängste hat und in eine Welt eingebettet ist, in der es sich behaupten muss. Dieses kleine Ich kann nicht verstehen, dass es in einer Wirklichkeit lebt, von der es nur einen Bruchteil erfassen kann. Es weigert sich daher, hinter die Kulissen zu schauen. Wir sprechen dann vom „Ego“, das unter allen Umständen existieren will und doch unaufhaltsam seinem Ende entgegenlebt.

 

Dieses Ego kann nicht verstehen, dass sein Denken nicht sein Denken ist, sondern dass etwas in ihm manifest wird, das ihm erst Leben einhaucht. Dieses „Etwas“ ist so riesig, dass es für die Wahrnehmung des „kleinen Ego“ nicht erfassbar ist. Alles, was das kleine Ich davon erfährt, sind „seine eigenen“ Gedanken und die sich scheinbar daraus ergebenden Gefühle. Das Ego käme niemals auf die Idee, dass es selbst an der Entstehung seiner Welt beteiligt ist und sogar in ihren Bedingungen gefangen ist.

Das Erscheinen des „virtuellen“ in der Welt gegen Ende der neunzehnachtziger Jahre setzt ein Signal für die Bewusstseinserweiterung des Menschen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit manifestiert sich eine nicht materielle Ebene des Denkens. Eine Informationsebene, die zuvor nur in den individuellen Köpfen versteckt war. Seit den Anfängen des Internets ist eine Evolution im Gange, die das Innere des menschheitlichen Wissens nach außen kehrt. Damit entsteht eine gewaltige Mutation in der Menschheit, die dafür sorgt, dass Wissen jedem Individuum zur Verfügung steht. Dies entspricht im Groben den gleichen Abläufen, die in den Neuronen des menschlichen Gehirns vorkommen. Das menschliche Gehirn an sich ist also eine Maschine, die Virtualitäten verarbeitet. So wie wir den Gedanken an „virtuelle Welten“ verfestigten, musste es zwangsläufig zu einer Manifestation dieser „Virtualität“ kommen.

Da wir Menschen uns selbst nicht als „virtuelle Individuen“ begreifen, uns also nicht als ein Konglomerat aus angelernten Vorstellungen, Glaubenssätzen und daraus abgeleiteten Verhaltensmustern verstehen, sind wir durch die „äußere virtuelle Welt“ sehr gefährdet. Wir beharren auf einem Unterschied zwischen der konkreten Alltagsrealität, der Virtualität aus den Datenströmen des Internets und uns selbst.

Doch der Umgang mit der virtuellen Welt spiegelt uns, wie wir mit der versteckten Virtualität des Egos umgehen. Noch klimpert das Ego auf dem neuen Spielzeug herum und Vieles wird programmiert, das ihm das Verbleiben in der virtuellen Welt versüßen soll. So entsteht eine Welt der Wunschpersönlichkeiten, eine Welt der Avatare, die das Ego erschafft, damit es seine Bedürfnisse leichter und besser befriedigen kann. In dieser Entwicklung stehen wir heute ganz am Anfang, aber die künstliche Intelligenz ist schon auf dem Vormarsch, die dem Ego eine unbeschränkte Macht im Internet verspricht.

Und genau hier wird es zu einer Erkenntnis kommen: Die Intelligenz, die sich durch jedes Leben ausdrückt, wird sich nicht mit dem virtuellen Raum begnügen. Intelligenz ist das Glitzern dessen, was denkt, und das ist nicht das Ego.  Intelligenz ist das, was wir wahrnehmen, wenn Bewusstsein an sich arbeitet und sich das Christusbewusstsein zu erkennen gibt. Sowohl der virtuelle Raum als auch die „konkrete“ Welt sind Schöpfungen des Christusbewusstseins und seine Intelligenz erstrahlt über beidem, denn in ihm sind sie eines. Sie erscheinen nur uns, den Egos, als getrennt.

Doch wenn das Ego sich aufmacht, die Quelle seiner Intelligenz zu suchen, dann wird es unweigerlich zu der Erkenntnis kommen, dass es selbst eine virtuelle Schöpfung des Christusbewusstseins ist. Dann wird es die Fragen stellen, woraus es denn geschaffen ist, und es wird lernen, dass es eine Ansammlung von Vorstellungen, Glaubenssätzen und daraus abgeleiteten Verhaltensmustern ist, aus denen es das Netz aus Zeit und Raum gewoben hat, in dem es sich so so sehr verhedderte. Und es wird feststellen, dass es auch den Unterschied zwischen „ihm“ und seinem Schöpfer nicht gibt.

Dann geht die Sonne auf!

Und der Mensch wird im Glanze dieser Erkenntnis erstrahlen und voller Freude das ausdrücken, was er immer schon ist: Christusbewusstsein.

 

Alles liebe

 

Hans

PS:
In Zukunft gibt es diesen Blog und meine anderen Publikationen auf  www.plejaden.online    meinem neuen Medienportal.